UNSER  SCHULALLTAG AN DER POS

Die normale Schulwoche begann jeden Montag Morgen mit einem Fahnenappell. Diesen, nach militärischem Vorbild durch-geführten, Fahnenappell gab es ausser der Reihe auch zu besonderen Anlässen, wie Republik-Geburtstag, Internationaler
Kindertag, zur Würdigungen guter Lernergebnisse und zu kollektiv-erzieherische Massnahmen bei Fehlverhalten.
In der Regel fanden diese Fahnenappelle, bei der auch zum Pioniergruss die Pionier- oder FDJ-Fahne gehisst wurde, auf dem
Schulhof statt. Bei schlechtem Wetter, Regen oder Schnee, fand diese rituelle Massnahme in der Aula oder Turnhalle statt.
Die Klassen traten, in militärischer Marschformation im Karree auf dem vorgesehenen Appellplatz an.
Das tragen von Pionierhalstuch und FDJ-Hemd war an diesen Tagen Pflicht.

                                 

Zum Ende des Appells wurde gemeinschaftlich ein Pionier-, FDJ-,  Arbeiter- oder Kampflied gesungen.
Diese Appelle waren, wie man sich sicher gut vorstellen kann, für die Mehrheit der Schüler nur nowendiges Übel, dem man sich
aber leider nicht entziehen konnte.

Ein normaler
Unterrichtstag hatte in der Regel sechs Unterrichtsstunden von jeweil 45 Minuten. Danach war noch fakultativer
Unterricht oder Teilnahme an sogenannten Arbeitsgemeinschaften möglich.
Die 1. Schulstunde begann um 07:40 Uhr und wurde nach 45 Minuten durch eine 10-minütige Pause unterbrochen :

(Anmerkung : Gegen Ende der 60-er Jahre wurden, um auch den Schülern der umliegenden Dörfern gleiche Bildungschancen
einzuräumen, Schüler aus diesen Gemeinden in die Schule nach Themar geholt und dafür Themaraner Schüler mit Bussen zum
Unterricht in die Dorfschulen gefahren. Der Schulbeginn und der Stundenablauf hat sich, wegen der Anpassung an die Fahrzeiten
der Schulbusse, ab und zu teilweise geändert.)

Beispiel :

1. Stunde : 07:40 - 08:25 Uhr danach 10 min Pause
2. Stunde : 08:35 - 09:20 Uhr danach 20 min Hofpause > Versorgung mit Kakao- oder Fruchtmilch
3. Stunde : 09:40 - 10:20 Uhr danach 10 min Pause
4. Stunde : 10:30 - 11:15 Uhr danach  20 min Grosse Hofpause zur Frühstückseinnahme
5. Stunde : 11:35 - 12:20 Uhr danach 10 min Pause
6. Stunde : 12:30 - 13:15 Uhr danach 45 min Mittagspause oder Schulschluss
ergänzend :
7. Stunde : 14:00 - 14:45 Uhr danach Schulschluss

Beim Betreten des Unterrichtsraumes durch den Lehrer mussten alle Schüler
aufstehen und der Klassendienst hatte die
Bereitschaft aller Schüler zum Unterricht
zu melden.
Beispiel :
"Herr Sill, die Klasse 4b ist zum Deutsch-Unterricht bereit.“
Wer
Klassendienst hatte, wurde wöchentlich vorgeplant. Der eingeteilte Schüler war auch dafür verantwortlich, dass die Tafel
stets gut abgeswischt und am rechten oberen Rand mit dem aktullen Datum und der vorhandenen Klassenstärke gekennzeichnet
war. Der Untericht begann, nachdem der Lehrer die Klasse mit dem Gruß der Pionierorganisation „Für Frieden und Sozialismus,
seid bereit“! - Anwort der Klasse: „Immer bereit!“ oder mit der FDJ-Floskel
„Freundschaft!“ - Antwort der Klasse: „Freundschaft!“

begrüsst hatte und sich alle setzen durften. Nachdem der Lehrer die Anwesendheit aller Schüler überprüft und ins Klassenbuch eigetragen hatte, wurde der jeweile Unterrichtsstoff abgehandelt.
Am Ende der Stunde gab es noch die sogenannten Fussnoten für Betragen, Fleiss und Mitarbeit, je nachdem ob jemand positiv
oder eher negativ aufgefallen war.

In den
Pausen war in der Regel ein Wechsel der Fachunterrichtsräume zu bewältigen. Alle waren sozusagen auf "Wanderschaft".
Da ging es auf den langen Fluren schon manchmal ziemlich hektisch zu. In der ersten grossen Pause erfolgte die zentrale
Versorgung aller Schüler wahlweise mit einer vorbestellten Flasche Vollmilch und Frucht- oder Kakaomilch. Ich habe in Erinnerung,
dass eine 0,25 I - Flasche 20 Pfennige gekostet hat und dass das Milchgeld immer von einem Klassenverantwortlichen
eingesammelt wurde.

                                                                                       

Die grossen Pausen waren Hofpausen, das heisst, alle Schüler hatten sich zur Regenertation an die frische Luft auf den Schulhof
zu begeben. In der Themaraner Schule gab es zwei Pausenhöfe, wobei genau festgelegt war, welche Klasse sich auf welchen
Schulhof zu begeben hatte. Ich glaube die unteren Klassenstufen mussten immer auf dem sogenannten "Kleinen Schulhof" und
die oberen Klassen auf dem "Grossen Schulhof". Dass sich keiner vor der Hofpause drückte, aber auch die Durchsetzung von
Disziplin und Ordnung auf den Pausenhöfen, wurde von einem Schüler- Pausendienst und einen verantwortlichen Aufsichtslehrer
überwacht. Als Pausendienste kamen immer Schülern höherer Klassen in Betracht, die sich bei disziplinaren Unzulänglichkeiten
auch durchsetzen konnten.



WIRD IRGENDWANN FORTGESETZT ........................

Stichpunkte :


Gruppenrat
Wandzeitung
Patenbrigade - Hospitationen

Ziurkeltätigkeit
Schulsport
Schulsportgemeinschaften - Teilnahme an Wettbewerben (Kreismeisterschaften, Bezurksmeisterschaften
ation
Chor Rögner, Zeichnen Haake
Zirkel junger Sozialisten - Abzeichen für gutes Wissen

Die politische Schulung der FDJ- Mitglieder erfolgte unter anderem in „Zirkeln junger Sozialisten“, in denen ein „Abzeichen für gutes Wissen“ in Gold, Silber und Bronze erworben werden sollte.
Jugendweihe - Jugendstunde - Weltall, Erde, Mensch


dann noch :

TEIL 2 - DIE ERWEITERTE OBERSCHULE - MEIN ABITUR